Der Sieger der Mosel-Open, dem mit 10 000 Dollar dotierten ITF-Turnier im Tenniszentrum Kenn, heißt Marc Sieber. Es ist bereits der zweite Sieg in diesem Jahr in der Region Trier für den 23-Jährigen, der im Juni bereits den Bitburger-Grand-Prix in Trier für sich entschieden hatte und auch 2009 in Kenn gewonnen hatte.
Der an Nummer vier gesetzte Bremerhavener besiegte seinen ungesetzten 20-jährigen Landsmann Michel Dornbusch mit 6:4 und 6:2
Tennis: Junge Deutsche begeistern bei den Mosel-Open in Kenn
Wer im September eine Open-Air-Veranstaltung auf dem Programm stehen hat, braucht etwas Glück. Das ist Turnierdirektor Boris Cucka bei den Mosel-Open in Kenn treu geblieben. Nur am Finaltag regnete es, so dass die letzte Partie in der Halle ausgetragen wurde.
Kenn. Das mit 10 000 Dollar dotierte ITF-Future-Tennisturnier wurde erneut zum Triumphzug für den an Nummer vier gesetzten Marc Sieber, für den die Moselregion legales Doping zu sein scheint. Drei Einzel- und einen Doppeltitel hat Sieber in den vergangenen zwei Jahren in Trier und Kenn abgeräumt, dazu war er noch einmal im Doppelfinale. Mit 6:4 und 6:2 gewann der 23-Jährige das Duell gegen den 20 Jahre alten Michel Dornbusch, dessen Enttäuschung sich in Grenzen hielt. "Marc war im Finale einfach besser. Ich glaube, ihm kam der schnellere Belag in der Halle und die veränderte Atmosphäre zugute. Er hat eben mehr Erfahrung als ich." Es war das Finale zweier Nordlichter, denn Sieber ist zwar in Bayern zu Hause, spielt aber für Bremerhaven, Dornbusch für Wilhelmshaven. "Das war die beste Turnierwoche meiner gesamten Karriere", sagte Dornbusch, "im Finale war ich noch nie." Das wird ihn wohl von Rang 896 vor Turnierbeginn auf "schätzungsweise 700 und etwas bringen". In diesen Regionen macht man mit ein paar Punkten in der Weltrangliste gleich einen Riesensprung. Was die Woche in Kenn für Dornbusch abrundete, war noch das Abschneiden im Doppel, wo er mit seinem Partner Maximilian Dinslaken bis ins Endspiel vordrang und erst gegen die an Nummer eins gesetzte Paarung Matthias Kolbe/Steven Moneke mit 3:6 und 5:7 den Kürzeren zog. Der Youngster macht mit den Punkten und dem Preisgeld in der Tasche erst einmal "zwei Wochen Pause" und begibt sich dann daran, sein Spiel in der Halle zu verbessern. Sieber, der mit einer Patellasehnenentzündung zu kämpfen hatte, blieb wieder nur der für Sieger typische Satz: "Wenn ich endlich mal verletzungsfrei bleibe, hoffe ich, im nächsten Jahr, höher dotierte Turniere spielen zu können. Wenn nicht, komme ich natürlich gerne wieder." Auch in puncto Organisation haben sich die Mosel-Open kontinuierlich gesteigert. Oberschiedsrichter Nico Naeve: "Als ich vor zwei Jahren hier war, hakte es noch an der einen oder anderen Kleinigkeit. Aber nach diesem Turnier kann ich ein positives Fazit ziehen."
Tennis: Überraschungen bei Mosel-Open an der Tagesordnung
Bevor es in die Entscheidung bei den Mosel-Open in Kenn geht, hat sich das Feld der Favoriten gelichtet. Nachdem im Abendspiel am Donnerstag der an Nummer zwei gesetzte Holger Fischerd gegen den Qualifikanten Ralph Regus mit 3:6, 4:6 den Kürzeren gezogen hatte, erwischte es am Freitag auch die Nummer eins, Dennis Bloemke.
Der Deutsche musste wegen einer Verletzung gegen den an Nummer sieben gesetzten Franzosen nach 3:6 und 1:2 aufgeben. Auch für den an Nummer drei gesetzten Steven Moneke kam das Aus im Viertelfinale. Der Ecuadorianer Juan Sebastian Vivanco gewann klar mit 6:2 und 6:3. Damit hat sich das Kontingent der nationalen Garde erheblich gelichtet. Sicher war bereits vor den letzten Einzeln am gestrigen Abend (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), dass zumindest zwei Deutsche im Halbfinale stehen werden. Im ersten Spiel unter den letzten Acht trafen Michel Dornbusch und Ralph Regus aufeinander - der Sieger aus dieser Partie wird das Halbfinale gegen Vivanco bestreiten. Danach spielte Marc Sieber gegen Matthias Kolbe, der Sieger wird in der Vorschlussrunde auf Inzerillo treffen. Die Halbfinals starten am heutigen Samstag um 13 Uhr. Am gleichen Tag werden im Doppel das Halbfinale und das Finale gespielt. Philip Davydenko und Andrei Vatutin scheiterten gegen das deutsche Duo Kolbe/Moneke im Match-Tiebreak mit 6:4, 2:6, 7:10, und auch die Paarung Anthony Dupuis/Mike Vermeer musste gegen Dinslaken/Dornbusch die Segel streichen
2009-Sieger Marc Sieber ist wieder in seiner zweiten Heimat
Wenn alles nach Plan läuft, sind der Titelverteidiger des ITF-Turniers von 2010, der Franzose Anthony Dupuis, und sein Vorgänger Marc Sieber bei den Mosel Open 2011 im BC Sportcenter Kenn (5. bis 12. September) am Start.
Kenn. Für Marc Sieber ist die Region Trier schon zur zweiten Heimat "und einem richtig guten Pflaster geworden", denn in diesem Jahr gewann er auch schon das ITF-Turnier beim TC Trier. Der für Bremerhaven spielende 23-Jährige ist in Kenn sicherlich als einer der Mitfavoriten zu sehen, obwohl er in der vorläufigen Meldeliste nur an elfter Stelle auftaucht. Da er mit Priorität eins geführt wird, was bedeutet, dass dieses Turnier für ihn Vorrang gegenüber anderen genießt, die gleichzeitig ausgetragen werden, kann mit seiner Anwesenheit gerechnet werden. Gleiches gilt für den bereits 39-jährigen Vorjahressieger Anthony Dupuis, der schon mal auf Rang 57 der Weltrangliste stand und vor allem bei den French Open in Roland Garros glänzen konnte. Mit Alexandre Folie (Belgien) hat auch der Vorjahresfinalist sein Kommen angekündigt. Wie das Starterfeld im Detail aussehen wird, weiß Turnierdirektor Boris Cucka, der in Kenn seine Tennis-Academy betreibt, erst am Samstag. Am Sonntag (ab 10 Uhr) startet dann die Qualifikation. Das Hauptfeld steht, wenn das Wetter mitspielt, am Dienstag bereit. Inzwischen wird in Kenn auf sechs Plätzen gespielt, was den zeitlichen Druck vom Veranstalter nimmt. Wildcards werden an Mike Vermeer und den Bruder von Nikolai Dawydenko, den 19-jährigen Philip, ausgegeben. Cucka bietet ein umfangreiches sportliches Programm an - so wird parallel zum Hauptereignis ein Damen- und Jugendturnier in den Altersklassen U 12, U 14, U 16 und U 18 an den letzten drei Veranstaltungstagen ausgetragen. Aber auch abseits der Courts ist das Angebot mit einer Players-Party am Dienstag (ab 19 Uhr) und einer Tennis-Gala am Donnerstag (ab 20 Uhr) abwechslungsreich. Zum "Kids Day" am Mittwoch (ab 14 Uhr) sind die Grundschule Perl, der TC Perl, der TC Bollendorf und ein Düsseldorfer Tennisclub eingeladen, die mit den Stars auf die Courts dürfen. Das Gesamtpreisgeld des Turniers beträgt 10 000 Dollar. Informationen sind auf den Internetseiten www.bcsport.de/itf-mosel-open.html und www.itftennis. com abrufbar. Dort wird auch ein Livescore geführt. Vorläufige Setzliste: Nr. 1, Dennis Bloemke (Weltranglistenplatz Nr. 373), Nr. 2, Holger Fischer (Nr. 443), Nr. 3, Marc Sieber (Nr. 463/alle Deutschland), Nr. 4, Anthony Dupuis (Nr. 492/Frankreich), Nr. 5, Steven Moneke (Nr. 547/Deutschland), Nr. 6, Jerome Inzerillo (Nr. 619/Frankreich), Nr. 7, Matthias Kolbe (Nr. 728), Nr. 8, Nils Langer (Nr. 729/beide Deutschland)
Erste Überraschungen beim Turnier in Kenn
Die erste Überraschung hat es gestern im ersten Duell zwischen Deutschland und Italien bei den Mosel-Open in Kenn gegeben. Der mit einer Wildcard ins Feld gerückte Finn Meineke hatte Matteo Marfia mit 5:7, 6:0 und 6:1 aus dem mit 10 000 Dollar dotierten ITF-Future-Turnier geworfen.
Der an Nummer sieben gesetzte Franzose Jerome Inzerillo setzte sich nur mit Mühe gegen den Inder Balaji durch, der in der Qualifikation den Konzer Jan Porteset ausgeschaltet hatte. Problemlos kam der nachgemeldete Steven Moneke, der in der Setzliste an Nummer drei vorgerückt ist, gegen seinen deutschen Landsmann Yannick Zuern mit 6:1, 6:0 weiter. Die größte Aufmerksamkeit zogen aber die Doppel auf sich, in denen die ehemalige Kenner Bambini-Mannschaft in kompletter Formation zu sehen war. Die Lokalmatadoren Benedikt Müller und Jan Porteset schlugen sich dabei gegen die französisch-luxemburgische Kombination Anthony Dupuis/Mike Vermeer beim 4:6, 3:6 beachtlich. Philipp Dawydenko kam mit seinem russischen Partner nach Aufgabe der Gegner in die zweite Runde. Das Abendspiel zwischen dem Deutschen Peter Heller und Claudio Fortuna (Italien) war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet. wir